HNO Privatpraxis Düsseldorf-Kaiserswerth

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Tonsillotomie / Gaumenmandel-Verkleinerung mit Radiofrequenz

Es gibt Kleinkinder, die nicht nur unter einer Vergrößerung der Rachenmandel leiden, sondern auch eine extreme Vergrößerung der Gaumenmandeln (=Kontakttonsillen oder "kissing tonsills) aufweisen.

Häufig fallen diese Kinder neben einer ausgeprägten Mundatmung durch eine kloßige Sprache auf. In einigen Fällen berichten die Eltern sogar über eine erschwerte Nahrungsaufnahme und sagen, ihr Kind sei ein „schlechter Esser“.

Weitere Symptome können ein intensives Schnarchen, eventuelle Atemaussetzer während des Schlafes, Schluckbeschwerden oder auch  Entwicklungs- und Gedeihstörungen des Kindes sein.

In diesen Fällen kann dem Kind nur durch eine Kombination beider Eingriffe langfristig geholfen werden. Die Rachenmandel wird komplett abgetragen zur Öffnung des Nasenrachens (Öffnet internen Link im aktuellen FensterAdenotomie / Entfernung der Rachenmandel), die Gaumenmandeln werden schonend verkleinert, um Platz im Mundrachen zu schaffen (=Tonsillotomie). 

Seit vielen Jahren hat sich hierbei die Radiofrequenzchirurgie (=RFT) zur schonenden Verkleinerung der Tonsillen (=Gaumenmandeln) etabliert.

Neben dem äußerst geringen Komplikations- und Nachblutungsrisiko im Vergleich zu einer vollständigen Entfernung der Mandeln (=Tonsillektomie) besteht ein weiterer großer Vorteil für das Kind darin, dass die wichtigen immunologischen Funktionen durch die Resttonsillen erhalten bleiben.

Außerdem treten nach einer RFT-Tonsillotomie in der Regel kaum Schmerzen auf.

Die bis vor wenigen Jahren empfohlene und teilweise immer noch praktizierte komplette Entfernung vergrößerter Gaumenmandeln ist nach aktueller wissenschaftlicher Einschätzung heute nur noch bei wiederkehrenden eitrigen Mandelentzündungen indiziert.